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Fußball-Fans gegen RFID in WM-Tickets

2004-12-16 00:00:00, kerstin

Das Bündnis aktiver Fußball-Fans (BAFF) trifft sich vom 17.-19. Dezember in Oer-Erkenschwick. Hauptthema ist Datenschutz und Überwachung. Geplant ist, die Tickets zu den Spielen der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland mit RFID-Chips auszustatten.

Vertreterinnen und Vertreter des FoeBuD und von Stop1984 werden Vorträge halten. Geplant ist, die Tickets zu den Spielen der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland mit RFID-Chips auszustatten. Vertreter des BAFF sehen „Fußball als beliebtes Testfeld neuer Überwachungsstrategien“. Helmut Bäumler, ehemaliger Datenschutzbeauftragter von Schleswig-Holstein, ging vor einigen Monaten in einem ARD-Interview noch einen Schritt weiter. An der Fußball-WM entlarve sich, dass die RFID-Technik nur ein Ziel habe: das „Tracking“ von Menschen, also das Verfolgen und Erstellen von Bewegungsprofilen.

„Bei der Fußball-WM soll die RFID-Technologie gesellschaftlich akzeptiert eingeführt werden. Die RFID-Lobby geht davon aus, dass niemand etwas gegen die Argumentation sagen wird, mit RFID seien Rowdies und Hooligans aus den Stadien fernzuhalten und außerdem könne man damit den Ticket-Schwarzmarkt unterbinden. Beide Argumente sind aber ein Trugschluss“, kündigt padeluun vom FoeBuD e. V. den Start einer neuen Kampagne an.

„Insbesondere der Fragebogen, den die Fans ausfüllen müssen, wenn sie ein Tickets haben wollen, ist sittenwidrig! Und die erhobenen Daten werden ganz offiziell auch an Drittländer weitergegeben, die eine unzureichende Datenschutz-Gesetzgebung haben. Wir hoffen, diese Maßnahmen mit Hilfe der Fußball-Fans noch bis 2006 verhindern zu können!“

Weitere Info sind zu finden unter: http://www.stoprfid.de

Der Fußball-Kongress: http://www.aktive-fans.de/index2.php

Stop1984: http://www.stop1984.de